Fachbegriffs-Lexikon

erklärt Ihnen die wichtigsten Begriffe rund um den Bereich der Glas, Beschlags und Türtechnik.

 

ALARMGLAS

Glas, das bei definierter Einwirkung ein Signal (Alarm) auslöst, man unterscheidet:

* Einscheiben-Sicherheitsglas: Glas mit an der Oberfläche aufgeschmolzenen Leiterbahnen; die Alarmauslösung erfolgt durch Unterbrechung der Leiterbahnen

* Verbundsicherheitsglas: Glas mit in einer eingelegten Folie eingearbeiteten leitfähigen Drähten; die Alarmauslösung erfolgt durch Trennung der Drähte

* Speziell beschichtetes Glas: Glas mit spezieller Beschichtung, das sowohl der Alarmauslösung als auch der Raumsicherung durch kapazitive bzw. frequenzabhängige Methoden dient

Dokumentation: ÖNORM B 3710

ANGRIFFSHEMMENDES GLAS

Durchsichtiges oder lichtdurchlässiges Erzeugnis aus mehreren Glasscheiben mit oder ohne Kunststoffscheiben, welches einer gewaltsamen Einwirkung einen bestimmten Widerstand entgegensetzt (durchbruch-, durchschuss- und explosionshemmende Verglasung)

Dokumentation: ÖNORM EN 356, ÖNORM EN 1063, ÖNORM EN 13541

ANISOTROPIEN (IRISATION)

Ein physikalischer Effekt bei wärmebehandelten Gläsern (ESG), welcher bei polarisiertem Licht in Form von Ringen und Streifen sichtbar wird.

Dokumentation: ÖNORM B3738, ÖNORM EN 1863, ÖNORM EN 12150-1

ANLAUFEN

(volkstümlich "blind werden")

Bei Einfachglas durch Verwitterung oder länger anhaltende Einwirkung von Feuchtigkeit entstehende Eintrübung der Glasoberfläche (chem. Reaktion); bei Isolierglas im Scheibenzwischenraum, wenn der Randverbund undicht ist

verwandte Themen: Beschlagen (Kondensat)

ASYMMETIRSCHE ZYLINDER

Hierunter versteht man Schließzylinder, deren Innen- und Außenseiten unterschiedliche Grundlängen haben.

ÄTZGLAS

(das Ätzen)

Durch einen chem. Vorgang (meist mit Flusssäure verschiedener Konzentration oder Salzen) mattierte Oberfläche. Man unterscheidet zwischen Mattätzung, Tonätzung und Tief- sowie Eisätzung

Dokumentation: J.P. Altmann

verwandte Themen: "Satinato", "Satinovo", Sandstrahlen, Mattglas

AUSMUSCHELUNG

Ausmuschelungen treten häufig beim Brechen des Glases an der Schnittkante auf. Auch Beschädigungen der Oberfläche, z.B. aus Steinanprall sehen häufig muschelförmig aus.

BALLWURFSICHERHEIT

In Sporthallen u.ä. Einrichtungen müssen ballwurfsichere Bauelemente eingesetzt werden. Diese müssen die Prüfungen nach DIN 18 032, Teil 3 bestehen. Dabei wird der Prüfkörper mittels eines Ballschussgerätes beschossen. Ausweisung über Zertifikate.

BANDSEITE

Die Bandseite ist die Seite der Türe, an der die Bänder sichtbar und die Türe mit der Zarge verbunden ist.

Die Türe wird beim beim Öffnen zu sich hergezogen.

BANDBOHRUNGEN

Die Bandbohrungen sind die zylindrischen Lochbohrungen im Glas um die Bänder anbringen zu können.

BEDRUCKEN VON GLAS

Bedrucken von Glas ist eine andere Bezeichnung für das Emaillieren von Glas.

BENETZBARKEIT VON GLASOBERFLÄCHEN

Durch befeuchtete Glasoberfläche werden evtl. Abdrücke von Rollen, Vakuumsauger, Dichtstoffreste, etc, sichtbar

Dokumentation: ÖNORM B 3738

Anmerkung: An den Außenseiten von Isolierglas kein Reklamationsgrund

BRÜSTUNGEN

Glasbrüstungen dienen in der Regel als absurzsichernde Verglasungen und müssen entsprechend der Technischen Regeln für die Verwendung von absturzsichernden Verglasungen (TRAV) bemessen werden.

BEGEHBARES GLAS

Monolithisches (Glassteine) oder mehrscheibiges Glas (VSG) für den Einbau in Decken, Treppen, Brücken, etc. geeignet und berechnet.

verwandte Themen: Glasstein, Betonglas

BESCHICHTUNGEN

Aufbringen diverser mehr oder minder durchsichtiger fester Schichten aus anorganischen Materialien mittels verschiedener Beschichtungsverfahren.

Dokumentation: ÖNORM EN 1096 Teil 1,2 und 3, ÖNORM EN 1036

verwandte Themen: Wärmedämmung, Sonnenschutz, Emaillierung, reflektierende Beschichtungen (Spiegel)

Anmerkung: An den Außenseiten von Isolierglas kein Reklamationsgrund

BESCHLAGEN (KONDENSAT)

Tauwasserbildung an der äußeren Glasoberfläche von dem U-Wert, Luftfeuchtigkeit, dem Temperaturunterschied (außen und innen) sowie der Luftströmung (Konvektion) abhängig. Kondensat ist bei Isolierglas im Scheibenzwischenraum innerhalb einer Garantiezeit nicht zulässig (Reklamation)

Dokumentation: ÖNORM B 3738, ÖNORM EN 1279-4

verwandte Themen: Anlaufen

Anmerkung: An der Außenseite eines Isolierglases ist es kein Reklamationsgrund!

BESCHUSSHEMMENDES GLAS

Art einer angriffshemmenden Verglasung, die einen definierten Widerstand gegen das Durchdringen von Geschossen bestimmter Munitionsarten aus bestimmten Waffen bietet. Es gibt je nach Beanspruchung 7 Widerstandsklassen.

Dokumentation: ÖNORM EN 1063

verwandte Themen: Durchschusshemmendes Glas

BLEIVERGLASUNG

Eine Verglasungseinheit aus einer Flachglassorte (meistens Antikglas, oder Ornamentglas) mit Bleiruten (H-Sprossen) miteinander verbunden und verlötet

verwandte Themen: Messingverglasung

Anmerkung: Abmessungen begrenzt, bzw. Versteifungen notwendig (zB. Windeisen)

BODENTÜRSCHLIESSER (BTS)

Bodentürschließer schließen Anschlag- und Pendeltüren in Glas-, Metall- und Holzausführung. BTS sind für geringe Flügelgewichte bis zu höheren Flügelgewichten geeignet. Schließgeschwindigkeit und Endschlag ist einstellbar, Hydraulisch kontrollierte Schließwirkung, erhältlich in den Feststellungsvarianten ohne Feststellung, 90° und 105°.

BOROSILICATGLAS

Eine Glasart, die 7-15% der Masse Bortrioxid enthält

Dokumentation: ÖNORM B3710

Anmerkung: Wird als Brandschutzglas verwendet

BRANDSCHUTZGLAS (FEUERSCHUTZGLAS)

Flachglas zur Herstellung von Verglasungen, die gemäß ÖNORM B 3800-4 bzw. ÖNORM EN 357 klassifiziert sind

Dokumentation: ÖNORM B 3800-4, ÖNORM EN 357, ÖNORM EN 13501 Teil 1+2

verwandte Themen: Feuerwiderstandsfähige Verglasung

CEN

Comité Européenne de Normalisation, Europäisches Komitee für Normung mit Sitz in Brüssel.

db

Schalldämm Mass = Dezibel
IV kann 52 dB erreichen, je 10 dB halbiert die Lärmbelästigung

DELAMINATION

Ablösung von vorher laminierten Flächen, z.B. Ablösung von PVB-Folie an der Glasoberfläche.

DIN

Deutsches Institut für Normung, mit Sitz in Berlin

DIN-AUFGEHRICHTUNG

Festlegung der Anschlagrichtung (ausgehend von der Türseite, auf der die Bänder
zu sehen sind = Öffnungsseite/Bandseite)

linketuer

DIN links

rechtetuer

DIN rechts

DURCHBRUCHHEMMENDES GLAS

Art einer angriffhemmenden Verglasung. Es gibt je nach Beanspruchung acht Widerstandsklassen

Dokumentation: ÖNORM EN 356

verwandte Themen: Angriffhemmendes Glas

EIGENFARBE DES GLASES

Rohstoffbedingter "Grünstich" - besonders bei dickem Glas intensiv

Dokumentation: ÖNORM EN 572-1

verwandte Themen: Entfärbtes Glas, Farbglas

Anmerkung: Kein Reklamationsgrund (solange der Mindest-Lichttransmissionsgrad gemäß ÖNORM EN 572-1 nicht unterschritten wird)

EINSCHEIBENSICHERHEITSGLAS (ESG)

Vorwiegend thermisch (auch chemisch möglich) vorgespanntes Flachglas (Float-, Guß-, Roh- oder Fensterglas) das gegen Schlag, Verwindung und Temperaturwechsel weitgehend widerstandsfähig ist. (Abkürzung: ESG)

Dokumentation: ÖNORM EN 12150-1 (chemisch ÖNORM EN 12337-1)

verwandte Themen: ESG HS, TVG

ELEKTRONISCHER SCHLIESSZYLINDER

Elektronische oder digitale Schließzylinder werden mit elektronischen Transpondern bedient. Ein Vorteil gegenüber mechatronischen Systemen ist die vielfältige Auswahl an Transpondermedien, die von der klassischen Karte über Schlüsselanhänger mit integrierten Transpondern bis hin zu Handys reicht.

EMAILLIERTES GLAS

Mit einer üblicherweise farbigen Schicht (Glasschmelzfarbe) überzogenes Flachglas, das nur in thermisch vorgespannter Ausführung hergestellt werden kann (ESG, TVG)

Dokumentation: ÖNORM B 3710

verwandte Themen: Siebdruck, transparente Emaillierung

Anmerkung: Farb- und Lichtecht

ENTFÄRBTES GLAS

Besonders strahlungsdurchlässiges ("extra weißes") Glas, das aufgrund seines geringen Eisenoxydgehalts eine geringere grünliche Eigenfärbung aufweist als normales Floatglas

Anmerkung: Hohe Lichtdurchlässigkeit

ENTSPIEGELTES GLAS

Flachglas mit reduzierten Reflexions- und Spiegelungseigenschaften

Dokumentation: ÖNORM B 3710

Anmerkung: Bilderglas, Museums- oder Vitrinenglas

EPDM

ist die englische Abkürzung für Ethylen-Propylen-Terpolymer Type M, die deutsche Bezeichnung lautet APTK.

Es ist ein Kautschuk, der als Zwischenmaterial zwischen Glas und harten Werkstoffen sowie als Dichtungsmaterial verwendet wird. In der Regel ist das Material schwarz eingefärbt, wegen seiner hohen Beständigkeit und Dauerhaftigkeit wird es häufig im Glasbau vewendet. Viele Silikondichtstoffe weisen allerdings Unverträglichkeiten mit EPDM auf.

FALZ

Ausnehmung in der Zarge, bildet den Anschlag für das Türblatt.

FLACHGLAS

Oberbegriff für alle ebenen sowie veredelten (auch gebogenen) Scheiben, die aus planem Glas gefertigt werden (Fensterglas, Gussglas, auch farbig)

Dokumentation: ÖNORM B 3710

verwandte Themen: Fensterglas

FLOATGLAS

Glas welches durch Fließen (floating) einer geschmolzenen Glasmasse auf einem Metallbad hergestellt wird:

Die üblichen Glasdicken sind 4, 5, 6, 8, 10, 12, 15 und 19 mm.

Floatglas ist heute in allen Einsatzbereichen anzutreffen und findet u. a. Verwendung in Fenstern, Schaufenstern, Fassadenverglasungen und Möbeln.

Dokumentation: ÖNORM B 3710

Anmerkung: Heute übliche Herstellung - früher Ziehverfahren (Fourcault oder Libbey-Owens)

FOTOVOLTAIK (PHOTOVOLTAIK)

Technik mit der die Sonnenstrahlung in Elektrizität umgewandelt wird

FEUERWIDERSTANDSFÄHIGE VERGLASUNG

Ein Bauteil, das eine oder mehrere durchsichtige oder durchscheinende Glaserzeugnisse enthält, mit Halterungen, Dichtstoffen und Befestigungsmaterial und allen Einzelteilen, geprüft und klassifiziert durch Brandprüfung

Dokumentation: ÖNORM B 3800-4, ÖNORM EN 357, ÖNORM EN 13501 Teil 1+2

verwandte Themen: Brandschutzglas

GANZGLASANLAGE

Trennwände, Türen, Windfänge, in der Regel mit rahmenlosem ESG, (auch VSG/ESG) möglich, mit systemabhängigen Beschlägen montiert.

Anmerkung: Für bewegliche Teile (Dreh- oder Schiebetüren) sind Fugen von mind. 3mm erforderlich, daher nicht dicht!

GANZGLASDUSCHEN

Rahmenlose Türen und Seitenteile aus Einscheiben-Sicherheits-Glas (ESG) mit speziell für Nassraum geeigneten Beschlägen

Anmerkung: Trotz diverser Dichtprofile nicht hundertprozentig dicht!

GANZGLASTÜRE

Rahmenlose Glas-Türe.

GEHRUNGSKANTE

Kanten die zur Glasoberfläche einen Winkel von 45° bilden.

gestoßene Ecke

Anschleifen der Scheibenecken.

GEBOGENES GLAS

Unter Temperatur durch "Biegen" an eine vorgeschriebene Konstruktionsform angepasstes Flachglas (wird üblicherweise nur in Richtung gekrümmt)

Anmerkung: Auch in ESG, VSG und VSG/ESG möglich.

GLASDICKE

(volkstümlich GLASSTÄRKE)

Abstand zwischen den zwei Glasoberflächen

verwandte Themen: Nenndicke

GLASDICKENBERECHNUNG

Bemessung von Flachglas unter Berücksichtigung der Größe, Lage, Lagerung oder Befestigung, sowie dementsprechenden Beanspruchungen (z.B. Winddruck, Linienlast, etc.)

Dokumentation: ÖNORM B 3721

verwandte Themen: Biegefestigkeit

GLASFEHLER

Produktionsbedingte, bis zu einem in der Norm festgestellten Ausmaß zulässige Fehler (je nach Glasart gibt es optische und sichtbare Fehler)

Dokumentation: In den jeweiligen Stoffnormen enthalten

GLASHALTELEISTE

Leiste zum Festhalten der Verglasungseinheit

Dokumentation: ÖNORM B 3722

GLASSCHIEBETÜREN

Rahmenlose Schiebetüren zur Raumtrennung, bei Dusch- oder Badewannen, oder als Außenabschluß bei Balkone, meistens aus ESG (auch VSG/ESG möglich) mit speziell dafür geeigneten oben gehängten Beschlägen.

verwandte Themen: Glasschuber

Anmerkung: Nicht dicht!

GLASVEREDELUNG

Nachträgliche Be- und Verarbeitung des Glases zur Anpassung an bestimmte Verwendungszwecke.

HALBZYLINDER

Sind Schließzylinder, die nur eine Verschlußseite haben. Erhältlich in allen Gehäuseprofil-Varianten.

HAKENFALLENSCHLOSS

Anstatt Riegel und Falle besitzt das Schloss einen Hakenriegel, der sich auf und ab bewegen läßt. Das Hakenfallenschloss eignet sich zum wirkunsvollen Verschluss von Schiebetoren und Schiebetüren. Beim Schließen der Tür hakt das Schloss ein. Zum Öffnen des Tores muß der Haken dann angehoben werden.

HEAT SOAK TEST (H.S.T.)

Übersetzt: Heißlagerungsprüfung = Prüfverfahren für wärmebehandeltes vorgespanntes Einscheibensicherheitsglas, das zur Verminderung des Risikos von Spontanbrüchen dient

Dokumentation: ÖNORM B 3710

INTERFERENZERSCHEINUNGEN

Auch als Newtonsche Ringe bekannt. Überlagerungserscheinungen zweier oder mehrerer Lichtwellen beim Zusammentreffen auf einen Punkt - bei Isolierglas aus Floatglas in Form von Spektralfarben

Dokumentation: ÖNORM B 3738

Anmerkung: Kein Reklamationsgrund

IRISIEREN

Auftretende Regenbogenfarben auf der Glasoberfläche (z.T. durch teilweise Zersetzung der Oberfläche). Kann auch künstlich durch Beschichtung erzeugt weden.

ISO

International Organization for Standardization, Internationale Organisation für Normung mit Sitz in Genf.

ISOLIERGLAS

Element aus zwei oder mehr gleich- oder ungleichartigen Scheiben, die auf Abstand gehalten werden und im Randbereich verschlossen sind.

Dokumentation: ÖNORM B 3710, ÖNORM B 3714-1, ÖNORM B 3714-2, ÖNORM B 3738, ÖNORM EN 1279 Teil 2 bis 6

Anmerkung: Kombinationen mit speziellen Gläser für erhöhte Wärmedämmung, Sonnenschutz, Schallschutz, sowie Personen- und Sachschutz sind möglich

KANTE GESCHNITTEN

Bezeichnung für die beim Schneiden von Flachglas entstehende, unbearbeitete gerade Kante

Dokumentation: ÖNORM B 3725

verwandte Themen: Kante gesäumt, Kante rau, Kante geschliffen, Kante poliert

Anmerkung: Verletzungsgefahr

KANTE GESÄUMT

Bezeichnung für eine Schnittkante, deren Ränder mit einem Schleifwerkzeug mehr oder minder gebrochen sind

Dokumentation: ÖNORM B 3725

verwandte Themen: Kante geschnitten, Kante rau, Kante geschliffen, Kante poliert

KANTE RAU

Bezeichnung für eine Schnittkante, bei der die Ränder gesäumt sind und bei der über das Größtmaß herausragende Unebenheiten in der Kantenoberfläche begradigt wurden

Dokumentation: ÖNORM B 3725

verwandte Themen: Kante geschnitten, Kante gesäumt, Kante geschliffen, Kante poliert

KANTE GESCHLIFFEN

Bezeichnung für eine Kante, deren Kantenoberfläche durch Schleifen ganzflächig bearbeitet wurde

Dokumentation: ÖNORM B 3725

verwandte Themen: Kante geschnitten, Kante gesäumt, Kante rau, Kante poliert

Anmerkung: Gerade und C-Form Kante möglich; schleifmattes Aussehen (wird auch "Kante fein geschliffen", oder "Kante matt" genannt)

KANTE POLIERT

Bezeichnung für eine geschliffene gerade oder C-Kante, die durch Polieren verfeinerte, glänzende Oberfläche aufweist

Dokumentation: ÖNORM B 3725

verwandte Themen: Kante geschnitten, Kante gesäumt, Kante rau, Kante geschliffen

KONDENSWASSER

Feuchtigkeit, die sich z. B. aus der Luft an zu kalten Bauteilen (Wärmebrücken) niederschlägt, wenn die Sättigungsfeuchte überschritten ist. Tritt z.T. bei Wärmedämmgläsern mit hoher Isolationsgüte während der Übergangszeiten auf (Beschlag der Außenscheiben).

KONKAV

nach innen gewölbt, vertieft.

KONVEX

nach außen gewölbt, erhaben.

KLEMMHALTERUNG

Speziell für Glas geeignete Beschläge wo durch die Klemmung die Scheibe gehalten wird

Anmerkung: unterschiedliche Klemmsysteme je nach Glasart und -dicke

KLOTZUNG

Ist dazu da, dass die Kräfte aus der Eigenlast des Glases an den definierten Stellen in den Flügel oder Stockrahmen abgeleitet werden können

Dokumentation: ÖNORM B 2227

LEUCHTDIODEN

im Scheibenrand – bringt Glas zum Strahlen

Konturengenau im Randbereich des Glasausschnittes angebracht, erscheint besonders teilmattiertes Glas in einem dezenten Licht.
Interessante Kontraste entstehen zwischen klaren und mattierten Flächen.

LICHTDURCHLÄSSIGKEIT

Gibt die Menge der Lichtstrahlen in Prozent an, welche im Strahlungsbereich von 380 bis 780nm (sichtbare Strahlung) das Glas durchdringen. Die Reflexion ist in dieser Zahl bereits berücksichtigt.

Dokumentation: ÖNORM EN 410

LOCHBOHRUNGEN

Eine Art der Glasbearbeitung mittels spezieller Glasbohrer (Widiabohrer, Hohlbohrer mit diamantbestückter Krone)

Anmerkung: Mindestdurchmesser und Mindestabstände je nach Glasart beachten!

MAUERLICHTE

(= Rohbaulichte)

Größe der Maueröffnung.

MATTIERTE MOTIVE

Mit der Sandstrahltechnik lässt sich fast jedes Motiv verwirklichen.

MILCHGLAS

Volkstümliche Bezeichnung für getrübtes, durchscheinendes Glas (geringe Lichtdurchlässigkeit) in der Ansicht weiß

Dokumentation: ÖNORM B 3710

verwandte Themen: Mattglas, Überfangglas

NENNDICKE

Eine normativ festgelegte Glas- oder Elementdicke (ist nicht unbedingt gleich der tatsächlichen Dicke!)

Dokumentation: Sämtliche Materialnormen

verwandte Themen: Glasdicke

Anmerkung: Toleranzen (Abweichungen) beachten!

NORMGRÖSSEN TÜRBLÄTTER

Größe Normtürblatt:

735 x 1985 mm

Glastürmaß:

709 x 1972 mm

 

860 x 1985 mm

 

834 x 1972 mm

 

985 x 1985 mm

 

959 x 1972 mm

 

735 x 2110 mm

 

709 x 2097 mm

 

860 x 2110 mm

 

834 x 2097 mm

 

985 x 2110 mm

 

959 x 2097 mm

OPAKGLAS

Durchgehend getrübtes, auch getöntes, weitgehend lichtundurchlässiges Glas.

Dokumentation: ÖNORM B 3710

verwandte Themen: Marmorglas

ON

Österreichisches Normungsinstitut, mit Sitz in Wien.
Plattform für die Entwicklung von ÖNORMEN.

ORNAMENTGLAS

Planes, durchscheinendes, klares oder gefärbtes Kalk-Natronglas, das durch kontinuierliches Gießen und Walzen hergestellt wird.

Anmerkung: übliche Bezeichnung

Dokumentation: ÖNORM B 3710

verwandte Themen: Gussglas

ÖNORM

Österreichische Nationale Norm.

PANZERGLAS

Volkstümliche Bezeichnung für Verbundsicherheitsglaselemente welche Schutz gegen Durchbruch und Beschuss bieten

verwandte Themen: Angriffhemmende Verglasung

PLANITÄT

Anderer Begriff für Geradheit von Glasscheiben. Die Geradheitstoleranz von handelsüblichen Floatglas (Spiegelglas) beträgt 0,3 % bezogen auf die Kantenlänge für die Dicken 6 mm bis 15 mm. Bei dünnen Gläsern (4 mm und 5 mm) und Gussgläsern sind Toleranzen bis zu 1,0 % üblich. Bei lokalen Verwerfungen bei einer Messlänge von 300 mm muss mit 0,3 mm Abweichung von der Geradheit gerechnet werden.

PENDELTÜR

Kann nach beiden Seiten geöffnet werden und stellt selbständig
in die Ruhelage zurück, ohne Anschlag.

PORTALVERGLASUNG

Regional volkstümliche Bezeichnung für Schaufensterverglasung (Geschäftsportale)

PROFILZYLINDER
Profilzylinder sind einteilige Schließzylinder mit genormtem Gehäuseprofil, die in der Regel durch eine Stulpschraube mit dem Schloßgehäuse fest verschraubt werden.

PUNKTGEHALTENE GLÄSER

Ein System bei dem Gläser mit speziell gefertigten Befestigungen punktuell gehalten werden (Fassaden- und Wandverkleidungen, Brüstungen, Dachtafeln, etc.)

Anmerkung: Nur in Verbindung mit ESG, VSG/ESG oder VSG/TVG möglich

PVB

Abk. für Polyvinylbutyral. Zähelastische Zwischenfolie bei VSG. Einfache Foliendicke 0,38 mm. Je mehr Folien eingesetzt werden, desto höher ist die Resttragfähigkeit.

REFLO

Volkstümliche Bezeichnung für reflexarmes, durch Ätzung entspiegeltes, Glas (eigentlich ein Markenname), hauptsächlich für Bilder verwendet

verwandte Themen: Entspiegeltes Glas

Anmerkung: Abmessungen und Dicken begrenzt

RESTTRAGFÄHIGKEIT

(=Reststandsicherheit)

Eigenschaft, die sicherstellt, dass im vollständigen Zerstörungsfall einer Scheibe, keine Teile herabfallen bzw. die eigentliche Funktion weiterhin bestehen bleibt (z.B. Absturzsicherung). Wird durch Bauteilversuche ermittelt.

RILLENSCHLIFF

Bei diesem Verfahren werden an der Glasoberfläche Einkerbungen bzw. Rillen erzeugt.

ROLLER-WAVES

Beim Vorspannprozess laufen die Gläser unter ständiger Bewegung auf Rollen, die dazu führen, dass der Abkühlprozess nicht vollkommen homogen ist. Hierbei entstehen optisch sichtbare, fleckige Erscheinungen bei thermisch vorgespannten Gläsern unter bestimmten Lichtverhältnissen.

Rw-WERT

Das bewertete Schalldämmaß Rw gibt das Schalldämmvermögen eines Bauteils an. Dabei bleibt die Schallübertragung über flankierende, konstruktive Bauteile unberücksichtigt. [dB]Weitere Schalldämmaße:R'w; R'w,B: Bewertetes Schalldämmaß inkl. Schallübertragung flankierender Bauteile (eingebautes Fenster).Rw,P: Bewertetes Schalldämmaß ohne den Einfluß flankierender Bauteile nach DIN 52210.Wird in Prüfzeugnissen auch als Rw bezeichnet.R'w,Res: Resultierendes Schalldämmaß des Bauteils Wand inkl. Fenster, Türen, Rolladen usw.

SANDSTRAHLMATTIERUNG

Aufrauen von Flachglas durch Sandstrahl-Gebläse (mechanische Abtragung der Glasoberfläche unter bestimmten Druck mit Strahlkorund, Glas- oder Aluminiumperlen)

verwandte Themen: Mattglas

Anmerkung: Oberfläche rauer als beim Ätzen, daher schmutzempfindlicher. Schutzbeschichtung empfehlenswert. Es empfiehlt sich hier eine SIGNAPUR-Veredelung aufzutragen

SATINATO oder SATINOVO

Heute übliche Bezeichnung für industriell erzeugte Gläser mit vollflächiger Mattätzung

verwandte Themen: Ätzglas

Anmerkung: unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit und daher auch optische Unterschiede der einzelnen Anbieter!

SCHALLDÄMMGLAS

Glasprodukt mit - im Vergleich zu Basisglas - erhöhter Schalldämmung

Dokumentation: ÖNORM B 3710, ÖNORM EN 12758

Anmerkung: Werte in dB

SCHALL EX

Spezielles Dichtungsprofil für erhöhten Schallschutz.
Das Dichtprofil hebt und senkt sich mechanisch bei Öffnen bzw. Schließen

Auch gegen Kälte, Nässe und Zugluft.

SCHLIESSANLAGE

Eine Schließanlage ist die Kombination von Schließzylindern und zugehörigen Schlüsseln meist unterschiedlicher Schließungen, die miteinander in funktionellem Bezug stehen; sie paßt sich den speziellen Organisationsvorstellungen des Nutzers an.

SCHLIESSBLECH

Beschlag in der Zarge, der die Falle und den Riegel des Schlosses
aufnimmt.

SCHLIESSZYLINDER

Ein Schließzylinder ist ein Bauteil, das in der Regel zum Einbau in dafür vorgerichtete Schlösser bestimmt ist. Der Schließbart des Schließzylinders bewegt bei Drehung des Schlüssels die Zuhaltung des Schlosses, den Schloßriegeln und ggf. auch die Schloßfalle.

SICHERHEITSGLAS

Glaseinheit, welche bei Glasbruch eine verminderte Verletzungsgefahr bietet

Dokumentation: ÖNORM B 3710

verwandte Themen: ESG, VSG

SICHERHEITSSPIEGEL

Besondere Kombination von Spiegel und Glas oder Kunststoff (z.B. als Verbundglas)

SILIKON

Die am Bau gebräuchlichste Art eines elastischen Dichtstoffs

Dokumentation: ÖNORM B 3723

Anmerkung: Weitere gebräuchliche Dichtstoffe: Acrylate, Thiokol

SPEZIFISCHES GEWICHT (DICHTE)

Bei Kalk-Natronglas = 2500kg/m³ (2,5kg je m² bei 1mm Glasdicke)

Dokumentation: ÖNORM EN 572-1

SPIEGEL (FLOATSPIEGEL)

Planes, spannungsfreies, klares oder gefärbtes Floatglas, dessen Rückseite mit einer geschützten, reflektierenden Silberschicht versehen ist

Dokumentation: ÖNORM EN 1036

Anmerkung: Frühere Bezeichnung: Kristallspiegel

SPIONSPIEGEL

Vorspannbarer teildurchlässiger Spiegel zur Beobachtung heller Räume aus einem dunklen Raum

Dokumentation: ÖNORM B 3710

STRAHLENSCHUTZGLAS

Dient hauptsächlich dem Schutz gegen Röntgen- und Gammastrahlen

verwandte Themen: Röntgenschutzglas

Anmerkung: Angabe des Wirkungsgrades als Bleigleichwert in mm. Heute auch noch Produkte mit weiteren Schutzfunktionen möglich, wie z.B. gegen Radarstrahlen

STOCKLICHTE

Größe der Zargenöffnung = Durchgangslichte

TAUPUNKT

Gibt die Temperatur der Luft an, bei der bei fortschreitender Abkühlung die erste Feuchtigkeitsabscheidung erfolgt

Anmerkung: Taupunktbestimmung bei Isolierglas wichtig

TEILVORGESPANNTES GLAS (TVG)

Flachglas das über eine festgelegte Temperatur erhitzt und dann kontrolliert schnell abgekühlt wird, wodurch eine wesentlich erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen mechanische und thermische Beanspruchung möglich wird.

Momentan ist die Herstellung von TVG aus verfahrenstechnischen Gründen nur bis zu einer Stärke von 12 mm möglich.
TVG wird normalerweise nur als VSG aus 2 x TVG eingesetzt, um bei Bruch der Scheiben ein Restragverhalten durch eine Verkeilung der Bruchstücke zu erreichen. Große Bruchstücke können sich dabei über den Folienverbund verkeilen.

Dokumentation: ÖNORM EN 1863-1

verwandte Themen: ESG, vorgespanntes Glas

Anmerkung: Verwendung meistens für Verbundsicherheitsglas (VSG)

ÜBERKOPFVERGLASUNG

Abk.: ÜKV.

Nach den "Technische Regeln für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen" .alle Verglasungen mit einer Neigung zur Vertikalen von mehr als 10°.Die Bestimmungen für Überkopfverglasungen gelten auch für Vertikalverglasungen, sofern diese nicht nur kurzzeitigen veränderlichen Einwirkungen wie z. B. Windeinwirkungen unterliegen. Dazu zählen z. B. lotrechte Teile von Shed-Verglasungen, bei denen eine Belastung durch Schneeanhäufung möglich ist.

UV-FILTERGLAS (UV-UNDURCHLÄSSIGES GLAS)

Glas mit einer geringeren Durchlässigkeit für Strahlen im Wellenlängenbereich der UV-Strahlung

Dokumentation: ÖNORM B 3710

verwandte Themen: UV-durchlässiges Glas

Anmerkung: Anwendungsbereich sind z.B. Schaufenster oder Vitrinen

U-WERT

Wärmedurchgangskoeffizient

Dokumentation: ÖNORM EN 673, ÖNORM EN 674, ÖNORM EN 1096-1

Anmerkung: Wurde früher K-Wert genannt (z.B.: für Einfachglas ca. 6,0 W/m² K, für Wärmedämm-Isolierglas ca. 1,1 W/m² K

VERBUNDGLAS

Aufbau, der aus einer oder mehreren Scheiben und/oder Verglasungsmaterial aus Kunststoff besteht und der durch eine oder mehrere Zwischenschichten verbunden ist

Dokumentation: ÖNORM B 3710

verwandte Themen: Verbundsicherheitsglas

Anmerkung: kein Sicherheitsglas!

VERBUNDSICHERHEITSGLAS (VSG)

Flachglas, plan oder gebogen, auch farbig, das aus zwei oder mehr Scheiben besteht und bei dem im Fall eines Bruches die Zwischenschichten dazu dienen, Glasbruchstücke zurückzuhalten, eine Restfestigkeit zu bieten und das Risiko von Schnitt- oder Stichverletzungen zu verringern.

Dokumentation: ÖNORM B 3710

verwandte Themen: Verbundglas

VERGLASUNG

Be- und Verarbeitung sowie Einsetzen von Flachglas

Dokumentation: ÖNORM B 2227

verwandte Themen: Neuverglasung, Reparaturverglasung

VERSIEGELN

Einbringen eines elastischen Dichtstoffes in eine Fuge

Dokumentation: ÖNORM B 3722

verwandte Themen: Abdichten

VORGESPANNTES GLAS

Thermisch oder chemisch vorbehandeltes Flachglas. Technisch richtiger Ausdruck für ESG (volkstümlich auch "Hartglas")

Dokumentation: ÖNORM B 3710, ÖNORM EN 1863-1, ÖNORM EN 12150-1, ÖNORM EN 12337-1

ESG, TVG

Anmerkung: Abmessungen begrenzt

VORLEGEBAND

Bandförmiger Werkstoff, welcher durch seine Dicke den Abstand zwischen Scheibenfläche und Rahmen, bzw. Glashalteleiste bestimmt

Dokumentation: ÖNORM B 3722

ZINNSEITE

Bezeichnung für die Floatglas-Seite die mit dem Zinnbad in Berührung kommt. Diese zeichnet sich durch verringerte mechanische Festigkeit aber erhöhte chemische Resistenz aus. Erkennbar durch leichtes Fluoreszieren unter UV-Licht

ZYLINDERBOHRUNG

Bohrungen in Glas werden zylindrisch (auch Durchgangsbohrung genannt) oder konisch (auch Senkbohrung genannt) ausgeführt.

ZYLINDERLÄNGE

Die bekannte Standardzylinderlänge beträgt je Seite 30 bis 31 mm bei einer Gesamtlänge beim Doppelzylinder von 60 mm. Bei einigen Systemen sind kürzere Zylinder und asymmetrische Zylinder bis 27 mm auf einer Seite möglich. Ab der Grundlänge 30 mm sind die Schließzylinder dann je Seite in 5 mm Sprüngen verlängerbar.
Gemessen wird wie nachfolgend beschrieben, möglichst die Aussenseite zuerst.

ZYLINDERSCHLOSS

Schloß zur Aufnahme eines Profilzylinders gerichtet, mit Flachschlüssel
zu sperren, nahezu unbegrenzte Variationsmöglichkeiten der Sperren.

ZYLINDERSCHLOSS MIT WECHSEL

Wie Zylinderschloß, jedoch kann die Schloßfalle nur von einer
Seite mit dem Drücker betätigt werden, die Betätigung mit dem
Schlüssel ist von beiden Seiten möglich.